Warum unterstützen wir Fridays for Future?

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Warum unterstützen wir Fridays for Future?

This is what democracy looks like…

Vor einigen Tagen haben wir unsere Unterstützung für Fridays for Future Deutschland bekannt geben. Zusätzlich zur 5 EUR Cent Spende an Plastic Bank gegen Meeresplastik, spenden wir in April 5 EUR Cent gegen für den Klimaschutz. Heute am 12. April waren wir auf der Fridays for Future Demo in London. Schulter an Schulter mit Schülern, Umweltaktivisten und Leuten wie wir: Eltern, Versorger, Bürger. Teil dieser Gesellschaft und natürlich nicht ohne Schuld an der aktuellen Misere. Für uns leuchtet es ein, dass eine Marke, die sich NO PLANET B nennt, sich auch über das Produkt hinaus engagiert. Wir haben Lob für die Initiative bekommen, aber auch Kritik. Warum wir FFF kommerzialieren wollten war eine der kritischen Fragen an uns? Wir alle wissen, dass die meisten Umweltprobleme – sei es die Klimakrise oder das Plastik in den Weltmeeren – zum großen Teil durch unsere Konsumgesellschaft entstanden sind. Und da ist es für uns nur logisch, dass die Art und Weise wie wir konsumieren, auch Teil der Lösung sein muss. Gerade der Klimaschutz ist so eine riesige Aufgabe, dass es ohne die massive Beteiligung von Unternehmen nie gelöst wird. Fridays for Future braucht Spenden und Fakt ist, dass eine 5 EUR Cent Spende pro Kauf auf einige Tausend Flaschen schon einiges bewirkt. Was wäre wenn uns irgendwann Konzerne folgen würden und ebenfalls einen fixen Teil ihrer Einnahmen für den Klimaschutz spenden würden? 

Strike Against Climate Change, London, April 12 2019

Strike Against Climate Change, London, April 12 2019

Die Mission von NO PLANET B und die Absichten der Schüler auf den Straßen sind unmittelbar mit einander verwandt. Auch wir wollen weniger Plastik, auch wir wollen unsere kostbaren Ressourcen schützen, auch wir wollen aktiv etwas Positives unternehmen, um diesen wunderschönen Planeten für die nächste Generation zu erhalten. Wenn wir mit 15 Jahren auf die Straße gegangen wären wie die Greta Thunberg, würden wir vielleicht nicht 12 Jahre vor einer Umweltkatastrophe stehen. 

Ende März waren wir mit NO PLANET B auf der Beauty Convention GLOW in Stuttgart. Im Vergleich zur Klima-Demo könnten die zweiten Welten wohl kaum unterschiedlicher sein. Aber zwischen Glitz, Glamour und Beauty-Giganten haben wir an unserem Do-It-Yourself Stand ein Herz für die Umwelt gefunden. Unter dem Motto „be a bathroom activist“ haben wir die Besucher gebeten, ihre Mission-Statement an unserer Graffiti-Wand zu schreiben, wie man die Welt ein stückweit besser machen kann. Wir waren völlig überwältigt wie viele tolle Statements, Ideen und Versprechungen über die zwei Tage zusammengekommen sind. Am Ende des Wochenendes waren die einst blanke Wände von oben bis unten voll. In den Momenten, in denen es mal wieder Kritik hagelt, werden wir aus diesen Sprüchen wieder Kraft tanken. Denn das ist der Butterfly Effect. Viele kleine Taten, die zusammen eine große Wirkung haben. Genauso wie ein einziges 15-jähriges Mädchen es geschafft hat, dass jetzt tausende Menschen auf der ganzen Welt auf die Straße gehen. Gerade auch eine Generation, die sonst beschimpft wird, nur auf ihr Handy zu starren und sich für nichts wirkliches Wichtiges zu interessieren. 

Finden wir es toll, dass Kinder ihre Schulzeit dafür aufgeben müssen? Nein. Verstehen wir, warum genau diese Kinder jeden Freitag auf die Straße gehen? 100% ja. Wer weiß, ob dieser Protestaktion nicht am Ende ihre Leistungen in der Schule sogar stärkt. Was macht Chemie oder Biologie spannender, als sich für die Zukunft des eigenen Planeten zu interessieren? Was macht Geschichte oder Politik relevanter, wenn man gerade Geschichte schreibt als Teil einer globalen Bewegung? Ich kann meiner Generation vorwerfen, dass wir zu passiv waren als es um das Ozonloch ging, oder die Erwärmung der Erde. Denn „new News“ ist Klimawandel leider nicht.

Deswegen spenden wir für Fridays for Future. Und für Plastic Bank. Und wir plädieren mit unserer NO PLANET B Markenmission dafür, unsere Ressourcen besser wertzuschätzen und sie als wertvoll zu betrachten. Aber wir wollen es mit genauso viel Witz und Kreativität und Spaß tun wie die Studenten, die heute laut, lachend und „in-your-face“ durch London marschiert sind. Go kids - we’re with you all the way!

Strike Against Climate Change, London, April 12 2019

Strike Against Climate Change, London, April 12 2019